Therapeutisches Pferdereiten
an der Harding Special School, Südafrika

von Eva Wilhelm

Ein sonniger, warmer Tag in KwaZulu-Natal, Südafrika. Auf dem Gelände einer abgelegenen Farm, etwa eine halbe Stunde mit dem Schulkombi von Harding entfernt, drehen zwei Pferde, jeweils mit einem körperlich behinderten Kind auf dem Rücken, geduldig ihre Runden. Begleitet werden sie von zwei Freiwilligen, welche die Kinder am Knöchel halten und sie zu verschiedenen Übungen anleiten.

Es handelt sich um das „Therapeutische Pferdereiten“, welches seit nun fast zwei Jahren wieder regelmäßig einmal wöchentlich stattfindet.

Seinen Anfang nahm dies mit den ersten beiden Freiwilligen der Weltweiten Initiative an der Harding Special School, einer Internatsschule für etwa 120 körperlich- und geistig behinderte Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. (...) Rund zwei Jahre lang verfügte die Behindertenschule über keine einzige therapeutische Fachkraft- eine Tatsache, die für eine Behinderteneinrichtung natürlich fatal ist. Lediglich eine Krankenschwester, die jedoch nur halbtags arbeitet, kümmerte sich um die speziellen körperlichen Bedürfnisse der Kinder. (...)

Die letzte Therapeutin, die an der Harding Special School arbeitete, hatte das therapeutische Pferdereiten in Kooperation mit einer Farm ins Leben gerufen. Als sie die Schule verließ, wurde das wöchentliche Reiten nicht weiter betrieben; vor allem wohl aus Mangel an Personal.

Ende 2005 kamen die Freiwilligen Eva Wilhelm und Laura Rieger an die Harding Special School und beschlossen, vom Schulrektor unterstützt, das therapeutische Reiten wieder aufleben zu lassen. (...)


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