Cobán rennt um die Wette…

…und damit auch fünf Freiwillige der Weltweiten Initiative
- beim Halbmarathon, dem Ereignis des Jahres im guatemaltekischen Cobán 


von Maik Naumann, Guatemala

(…) Basketball wird in Cobán und ganz Guatemala groß geschrieben. An jeder Ecke befindet sich ein Basketballplatz. In Cobán ist aber auch eine andere Disziplin zu einer Sportart geworden, die die Massen bewegt: Laufen.

Hier in Cobán joggen Jung und Alt allerdings nicht nur zur Steigerung oder Beibehaltung der eigenen Fitness. Das ganze Jahr trainiert man für den „Medio Maraton Internacional“.

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Schon von Beginn unseres Freiwilligenjahres in Cobán an bekamen wir viel von dem Ereignis des Jahres erzählt, das von einem kleinen Stadtlauf zu einem Großereignis gewachsen ist und dessen diesjährige Austragung die 33. darstellt. Als Ausländer wurden wir, wenn wir durch Cobán oder in der Umgebung joggten, immer neugierig beobachtet, aber auch oft von Rufen wie „Vamos, canche!“ („Auf geht’s, Blonder!“) oder bloßem Gegröle oder Geklatsche animiert.

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Schon um sechs Uhr machten wir uns für die 21 Kilometer fertig. Gefrühstückt wurden nur Bananen, es sollte ja nichts zu schwer im Magen liegen. In der letzten Stunde vor dem Lauf wärmten wir uns mit der sportlichen Hälfte Cobáns auf der „Plaza Magdalena“ auf. Von uns sieben Freiwilligen liefen Jan-Peter, Lukas, Malte, Philipp und ich. Zehn vor acht startete der „Countdown“ und es fiel uns schwer, ruhig zu bleiben. (…) Es fiel der Startschuss.

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Die Stadt war schon am Sonntagmittag wieder das verschlafene Bergdorf, aber der Halbmarathon blieb noch tagelang Gesprächsthema Nummer eins. Schon am nächsten Sonntag sah man wieder viele trainieren. Die uns nachfolgenden Freiwilligen sollten wohl schon bei ihrem Vorbereitungsseminar ins Training einsteigen…

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