Interview mit der bolivianischen Band Quimbando


Interview und Übersetzung: Julia Büttner und Claus Reichel

Quimba, Morales und kühle Europäer. Ein Interview mit dem bolivianischen Musiker-Duo  Quimbando, welche seit September 2006 mit den Bolivien-Freiwilligen Julia Büttner und Claus Reichel in Cochabamba zusammen leben.


In welchem Jahr und wie hat sich Quimbando gegründet?

Marcelo: Im Januar 2003 haben wir uns auf einem Musiker-Konvent kennen gelernt, auf dem wir uns fachlich mit anderen Musikern austauschen konnten. Ich muss hinzufügen, dass ich vorher schon Solo-Musiker war und Mauri in einer Rock-Band gespielt hat.  Nachdem wir uns drei Monate nicht sahen, rief ich Maurizio an um ihn zu fragen, ob er an einem alternativen Musikprojekt mit mir interessiert sei.

Maurizio: Und ich sagte ja.

Warum heisst ihr Quimbando?

Maurizio: Das Wort „Quimba“ bezeichnet den zentralen Teil einer „Cueca“, welche der Nationaltanz Boliviens ist. In diesem zentralen Teil erreicht der Komponist seinen maximalen artistischen und intellektuellen Ausdruck. Das Wort „Quimbando“ als Ganzes heisst übersetzt so viel wie „nachdenkend“.

(…)

Was bedeutet für Euch Bolivien in einem Wort?

Marcelo: Multikulturell.

Maurizio: Zuhause.

Nun kommen wir mal zu unserer gemeinsamen WG. Was ist eine Sache, die ihr an Julia nie vergessen werdet?

Maurizio: Ihr Lachen und ihre Locken.

Marcelo: Ihren Clown „Pilu“.

Und an Claus?

Marcelo: Seinen „Colla“-Akzent (Collas sind die Bewohner des Westteils von Bolivien).

Maurizio: Seine betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten.

Und an beiden?

Marcelo/Maurizio: Ihren Durchfall....

...der sich mittlerweile ja glücklicherweise gelegt hat.

(…)


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