"Bienvenidos al Territorio Coca Cola"

Der Einfluss der Coca Cola Company auf die Gesellschaft Mexikos


Wieder einmal fehlt Wasser in den Leitungen des Sozialprojekts „Sueniños“, die Kinder können nicht duschen, Köchin Lucia den Abwasch nicht machen und auch das tägliche Zähneputzen muss heute ausfallen.

Auf der anderen Seite des Cerro Huitepec, in den Hang gebaut, direkt an San Cristóbals wasserreichster Quelle, liegt unscheinbar die Coca-Cola-Abfüllanlage San Cristóbal de Las Casas, Chiapas.

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Mexiko steuerte im Jahr 1999 ganze 10 Prozent zum Gesamtgewinn der Coca Cola Company bei, wobei mit Chiapas einer der Staaten mit der größten Armut und der höchsten Unterernährung auf den Spitzenrängen des Konsums von Coca-Cola-Erfrischungsgetränken in Mexiko rangiert.

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In der indigenen Dorfgemeinschaft Mitzitón, ebenfalls in Chiapas gelegen, wurden Familien bedroht, weil sie keine Coca-Cola-Produkte kaufen wollten. (…) Als dann das Haus einer Familie abgebrannt wurde, entschlossen sich viele Familien zur Flucht nach Teopisca, einer größeren Dorfgemeinschaft, die sich schon seit längerem dem Konsum von Coca-Cola-Produkten widersetzt. Hier sind inzwischen mehr als 60 Familien wegen Bedrohung durch die Coca Cola Company zugezogen.

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Dass Coca Cola das meist bekannte und konsumierte Getränk der Welt ist, mag nicht verwundern. Selbst in Grundschulen und auf öffentlichen Sportplätzen sind die Basketballkörbe und die Mittelkreise der Bolzplätze mit Coca-Cola-Werbung bemalt, doch wehren sich vermehrt auch Forschungsinstitute mit wissenschaftlichen Ergebnissen gegen das Imperium.

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